Die Lücken im öffentlichen Verkehr gemeinsam schließen

Der Individualverkehr ist lückenlos. Ein flächendeckendes Netz von Straßen verbindet nahtlos Parkplatz mit Parkplatz. Es ist ein über Jahrzehnte entstandenes Zusammenspiel von Staat, Gemeinden, Wirtschaft, Standards und Bräuchen. Dieses Zusammenspiel fehlt bei den alternativen Mobilitätsformen — daher haben sie Lücken, sind nicht nahtlos und ersetzen nach wie vor das eigene Auto nicht. Ändern können wir das nur, wenn dieses gemeinschaftliche Zusammenspiel auch bei den Alternativen entsteht.

Mit meiner Tochter am Bahnhof wo die öffentliche Reise endet.

Wo sind die Lücken

Die meisten Mobilitätsanbieter operieren dort, wo es eigentlich keine großen Lücken gibt. Dort wo die Dichte von Menschen am größten ist und es ohnehin gut ausgebaute öffentliche Verbindungen gibt. Die Lücken sind aber dort, wo die Wirtschaftlichkeit mit den derzeitigen Modellen nicht gegeben ist.

Wie entstehen die Lücken

Abseits der dicht besiedelten Innenstädte, hat sich die Infrastruktur mit dem Konzept entwickelt, dass jeder Mitbürger ein Auto zu besitzen hat. Betriebe und Einkaufsmöglichkeiten haben sich von den Ortskernen in Richtung Grüne Wiese verlagert, die genügend Fläche für Parkplätze bereitstellt. Die Zersiedelung hat die Dominanz des eigenen Autos weiter gefestigt und die Verbreitung von alternativen Lösungen weiter erschwert. Die Politik hat diese Entwicklung nicht nur zugelassen, sondern teilweise aktiv gefördert. Ein PKW pro Familie reicht in den meisten Fällen nicht mehr aus, weil Familienangehörige gleichzeitig berufliche, haushaltliche und private Mobilitätsbedürfnisse wahrnehmen müssen.

Die Lücken gemeinsam schließen

Auch wenn es noch kein Standard ist, bieten bereits viele Unternehmen und Tourismusbetriebe ihren Mitarbeitern und Gästen in der einen oder anderen Form Transportservices an. Meist sind das Shuttledienste vom und zum nächstgelegenen Bahnhof oder Sammeltaxis. Teilweise werden diese Services vom Unternehmen selbst angeboten, teilweise werden dazu lokale Mobilitätsangebote hinzugezogen. Dabei handelt es sich jedoch meist um isolierte Lösungen und nicht Teil einer gebündelten Gesamtlösung für eine Region.

Das Ziel

Unser Ziel ist es, eine gemeinsame, unabhängige Plattform zu entwickeln, die die täglichen Mobilitätsbedürfnisse der Benutzer in den Mittelpunkt stellt, damit der Besitz eines Autos nicht mehr notwendig ist bzw. damit in den ländlichen und suburbanen Regionen das eine oder andere Auto pro Haushalt aufgegeben werden kann. Zusammen mit lokaler Wirtschaft und lokaler Politik soll die Plattform die Mobilitätsangebote zusammenführen und neue innovative Lösungen fördern.

Die Plattform wird mit den folgenden Schwerpunkten vorangetrieben:

  • Nahtlose Intermodalität zwischen planmäßigen öffentlichen Verkehr und bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten
  • Einbindung von Interessenvertretern von Start- und Endpunkten sowie deren politische Repräsentanten
  • Einbindung von bestehenden — und Förderung von neuen — Mobilitätsangeboten ohne innewohnende Bevorzugung einzelner Anbieter
  • Möglichkeit, neue Mobilitätskonzepte zu testen und zu validieren
  • Das Projekt wird in Open-Source entwickelt
  • Einsatz und Förderung von API Standards zur einfachen Einbindung von Mobilitätsanbietern

Wenn wir nichts machen

Das selbstfahrende Auto wird Realität. Es ist nur noch nicht klar, ob es in 5 oder 15 Jahren kommt. Wenn es kommt, wird es den gesamten Verkehr radikal verändern. Die Frage wird sein, ob wir diese Veränderung mitgestalten, oder ob wir sie wieder multinationalen Unternehmen überlassen, wie in anderen Bereichen auch. Die Corona-Krise hat uns das speziell im E-Commerce Bereich wieder vor Augen geführt.

Seit 20 Jahren im Bereich Digital User Experience tätig. Jetzt wende ich diese Erfahrung für sublin.app an — eine neue Mobilitätsplattform.

Seit 20 Jahren im Bereich Digital User Experience tätig. Jetzt wende ich diese Erfahrung für sublin.app an — eine neue Mobilitätsplattform.